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INDIVIDUAL INSTRUMENTS FOR INDIVIDUAL MUSICIANS

 

CYAN Guitardoc CYAN

transe

 

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Part 1

Knock on wood


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In der ersten Folge des Guitar Docs möchte ich die Auswirkung der Hölzer eines Instruments auf dessen Klang näher beschreiben. Eine weit verbreitete Meinung ist, dass bei einer E-Gitarre das Holz keinen wichtigen Anteil am Sound besitzt. Diese Ansicht ist allerdings falsch. Begriffe wie Erle, Esche Ahorn, Mahagoni, Ebenholz und Palisander, bilden den Grundstock eines jeden Instrumentensounds. Auch Exoten wie Wenge, Paduak, Bubinga und Nussbaum sind ebenfalls verwendete Hölzer im Instrumentenbau. Der Sound eines Instruments wird extrem durch die Kombination seines Holzes beeinflusst. Die verwendeten Hardware Komponenten können den Sound eines Instruments geringfügig ändern, jedoch nicht seine Grundcharakteristik beeinflussen.
An der Basis eines Instruments steht das Holz mit seinem Sound.

Ich möchte jetzt versuchen Euch die Grundcharakteristiken der meistverwendeten Hölzer im Instrumentenbau aus meiner Sicht zu erklären.

Bodyhölzer

Erle:Erle

Erle ist ein bräunliches, relativ leichtes und günstiges Holz, welches bei vielen namhaften Firmen seine Verwendung findet (z.B. Fender Stratocaster oder viele Ibanez- Baureihen). Der Sound eines Erlebodies ist warm und mittig, lässt jedoch auch Obertöne gut zur Geltung kommen. Es eignet sich besonders für Instrumente mit deckender Lackierung und in Kombination mit einem Ahornhals .

Esche:
EscheEsche ist ein helles, hartes und gut gezeichnetes Holz. Seine zwei Varianten von schwerer und leichter Esche unterscheiden sich auch im Sound grundlegend.
Die leichte Esche, oft unter dem Namen ”Swamp-Esche” erhältlich, klingt annähernd wie das Holz der Erle, bietet jedoch einen etwas differenzierteren und druckvolleren Sound. Schwere Esche wurde in den 70er Jahren extrem durch sämtliche Fender-Instrumente verbreitet. Sie eignet sich für den Bau eines perkussiven Instruments, bietet seidige Höhen, druckvolle Bässe, flacht jedoch im Mittenbereich ein wenig ab. In Kombination mit einem One-Piece-Maple-Halses entfaltet sie jedoch ihr wahres Gesicht. Z.B. Fender Jazz, Precision Bass und die altbekannte Fender Strat. Auch Kombinationen mit einem Hals aus Vogelaugenahorn haben mit ihrem Klangcharakter Geschichte geschrieben. Z.B. der Music Man Sting Ray Bass.
Esche eignet sich für farbig-transparente Lackierungen, da es durch seine hübsche Maserung auffällt.

Ahorn:
AhornDas Ahorn ist auch ein sehr verbreitetes, helles Holz im Instrumentenbau und lässt aufgrund seiner Artenvielfalt (Volgelaugenahorn, Riegelahorn, Quilted) eine große Soundpalette entstehen. Normales Ahorn eignet sich für den Bau eines perkussiven, mittenbetonten Instruments. Es ist obertonreich, bietet schimmernde Höhen und einen durchsichtigen Sound.

Riegelahorn:
Riegelahorn ist ein relativ teurer Vertreter seiner Art, da es in guter Qualität nicht häufig vorkommt. Es zeichnet sich durch seine quer gestreifte Maserung aus, welche im gefärbten Zustand 3-D Effekte erzielen kann. Soundtechnisch weicht es vom normalen Ahorn kaum ab.

Vogelaugenahorn:
VogelaugenahornVogelaugenahorn ist von seiner Farbe her etwas bräunlicher. Es wird für Instrumentendecken und Hälse verwendet, wobei es den Charakter des Instruments durch seinen perkussiven Klang und seine klare Abbildung der Töne stark beeinflusst. Es ist sehr obertonreich und in guter Qualität durch seine Optik unschlagbar.


Mahagoni:
MahagoniMahagoni ist ein Tropenholz, welches auch bei vielen professionellen Instrumentenbauern durch kein anderes Holz ersetzt werden kann. Es ist ein rötlich-braunes Holz, das optisch nicht überzeugen kann, dafür aber für einen sehr speziellen Sound steht. Es ist ebenfalls ein mittenbetontes Klangholz, das häufig mit Ahorn kombiniert wird. Diese Kombination betrachte ich als das Markenzeichen der Firma Gibson. Die Gibson Les Paul besteht aus einer Kombination eines Mahagoni-Bodies mit Ahorndecke und je nach Baureihe, eines Mahagoni oder Ahorn Halses. Ihr fetter, rockiger Sound hat so viele Platten bespielt, dass ich darauf nicht näher eingehen möchte. Ein weiterer Meilenstein der Musikgeschichte, meist von einem Bubi mit Schuluniform gespielt, namentlich SG genannt, ist eine reine Mahagoni-Gitarre. Rock !

Hälse

Gehen wir von einem Schraubhals aus, so taucht der Begriff ”Ahorn” immer wieder auf. Ahorn ist die Grundbasis für 90% aller Hälse. In Kombination mit Ebenholz, Palisander und Rosewood werden die meisten Gitarrenhälse hergestellt.
Ein One-Piece-Maple-Hals eignet sich besonders für die Kombination mit harten, perkussiven Hölzern. Hälse mit Palisander oder Rosewood finden ihre Kombination mit weicheren Hölzern wie z.B. Erle, Swamp-Esche und leichtem Mahagoni.
Vogelaugenhälse sind der Grundstock für wuchtige Bass-Sounds oder Gitarren, die durch Transparenz und Perkussion ihren Sound bilden.
Ahornhälse mit Ebenholz-Griffbrett sind die Edelvariante.
Die Bandbreite der unterschiedlichen Griffbretteinlagen ist sehr groß, beeinflusst den Sound jedoch überhaupt nicht.

Die Zusammenstellung eines Instruments hängt somit maßgeblich von der Auswahl der verwendeten Hölzer ab. Die richtige Kombination entscheidet über den Grundsound des Instruments. Die nachträgliche Form, Farbe und Hardware-Bestückung beeinflusst das Sounderlebnis nicht so gravierend.
Ihr könnt versuchen, Instrumente mit Euch bekannten Holzkombinationen anzuhören und zu vergleichen, um einen besseren Überblick über deren Grundsound zu haben. Viele Einzelhölzer und deren Kombinationen werden Euch bei der Auswahl eines Instruments begegnen.


Part 1 Knock on ... Part 2 Harte Ware ...

 

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