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INDIVIDUAL INSTRUMENTS FOR INDIVIDUAL MUSICIANS

 

CYAN Guitardoc CYAN

transe

 

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Part 2

Harte Ware


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Nach der hölzernen Welt des Gitarrenbaus, geht es jetzt um die Hardwarekomponenten und ihre Auswirkungen auf Sound und Bespielbarkeit eines Instruments.
Die Grundbestandteile einer Gitarre im Vorwege festzulegen, erfordert ein detailliertes Konzept aus vielen Kleinigkeiten. Euch die Vor- und Nachteile verschiedener Bauteile aufzuzeigen und ihre Eigenschaften etwas näher zu bringen, wird das Thema dieses Abschnittes sein.

BRIDGES UND STEGE einer Gitarre beeinflussen nicht nur den Sound einer Gitarre, sondern sind auch ein Faktor für Bespielbarkeit und Wartungsfreundlichkeit.
Auf dem Zubehör und Replacementmarkt tummeln sich eine ganze Menge unterschiedlichster Hersteller und Preisgruppen.

Die Saitenaufhängung ist ein entscheidender Baustein für die gesamte Tonentfaltung der Saite. Ihre Art der Befestigung und das Material der Bridge stellen die Weichen.
Eine Messingbrücke Messingbrückeoder Tremolo z.B. lässt den Ton der Saite sustainreicher Bridgeund voller zur Entfaltung kommen als eine Pressblechbridge. Schwere Materialien bieten insgesamt eine percussivere Übertragung auf den Body.

Siehe die gute alte Strat mit ihrer sehr einfach gehaltenen Bridge, es funktioniert bestens. Im Servicebereich jedoch neigt diese Art der Bridge nach längerer harter Tourbeanspruchung extrem zu rosten und zeigt Einstellungsstress. Ist ein Body mit einem leichteren Holz wie z.B. Erle bestückt, kann eine gute Bridge Feinheiten in der Klangübertragung beeinflussen. Auf dem Replacementmarkt jedoch gibt es für kaum eine andere Gitarre eine solche Auswahl an Brückenvielfalt.


VINTAGE TREMOLOS mit einer klassischen 5-punktbefestigung, oder mit eingelassenen TremoloSchraubhülsen ist die Frage. Eine Zweipunktbefestigung bietet einen konkreteren Auflagepunkt für das Brückensystemvintage Tremolo und bietet sich für eine stimmstabile Vintage Variante an. Bei der klassischen 5-Punktbefestigung, liegt das Tremolo meist nicht sauber an allen Schrauben an und lässt eventuelles Verstimmen eher zu.
Für eine Tremolonutzung als reines Vibratio ohne Extrembelastungen ist die Tremolobefestigung nicht so ausschlaggebend.

NON TREMOLO – Gitarren mit einer Bridge zu versehen ist ein weiterer Punkt.
Die Variante die Saiten durch den Body zu führen bietet im Sustainbereich leichte Vorteile, ist aber durch den „ Knick“, den die Saite am Saitenreiter macht, in einigen Fällen etwas Saitenrissanfällig.
Telecaster BridgeBridges mit Rollen sind ein weiterer Punkt. Bei einer Non Tremolo- Gitarre ist der Auflagepunkt der Saite nicht unerheblich und wird auf alle Fälle durch die Rollenkonstruktion verringert. Auf der anderen Seite lassen sich jedoch die Saitenabstände zueinander sehr genau einstellen, was durchaus Vorteile hat.
Die dreidimensionale Einstellbarkeit einer Bridge bietet ihrem Bespieler beste Anpassung an die Halsbreite und Rundung.
Entscheidend ist immer das Stringspacing der Bridge oder des Tremolos, welches auf die Breite des Halses angepasst ist, um zur Griffbrettkante genügend Platz für gute Bespielbarkeit zu erhalten.

DOUBLE LOCK TREMOLO :
Double Lock TremoloDer Klassiker für ein verstimmfreies Tremolosystem.
Die Saitenlänge wird auf ein absolutes Minimum reduziert. Am Sattel und an dem Auflagepunkt an der Bridge, wird die Saite festgesetzt. Durch diese Bauart werden Faktoren wie Mechanik und Sattelwahl ausgeklammert. Die Mechanik dient lediglich zum Aufziehen der Saite und eines groben Tunings. Der Rest wird von der Feinstimmeinheit erledigt.
Den einzigen wirklichen Nachteil eines Double Lock Systems erfährt man beim Reißen einer Saite. Ist das Tremolo freischwebend installiert, ändert sich das komplette Tuning und ist nicht in kürzester Bühnenpause wieder einsatzfähig.
Die unterschiedlichen Hersteller der „Floyd Rose„Tremolos bieten meist nur Detailänderungen als Unterschied: Läßt sich bei dem einen der Tremoloarm beliebig festsetzen, ist bei dem anderen die Feinstimmabteilung komfortabler.

MECHANIKEN :
In Stimmung bleiben ist sehr häufig ein ernsthaftes Problem in Sachen Rock’n’Roll. Ewiges Nachstimmen und die Angst davor, den Tremolohebel anzufassen, lassen so manchem Gitarrero wenig Platz für freies Spielvergnügen.
KlemmmechanikDas Zauberwort „KLEMMECHANIK„ ist angesagt. Diese Art der Stimmungsmache ist zwar nicht die günstigste Variante, jedoch sehr effektiv.
Bei diesem Prinzip wird die Umwicklung der Saite an der Mechanikachse auf ein Minimum reduziert. Es wird nicht mehr traditionell von oben nach unten draufgespult, sondern zum eigentlichem Stimmvorgang nur noch eine viertel Umdrehung benötigt.
Bei starker Beanspruchung kann die Saite nicht plötzlich an der Mechanik nachrutschen und Verstimmungen produzieren. In Zusammenhang mit einem verstimmungsfreien Sattel ist das System stabil.
KlusonmechanikWerden NORMALE MECHANIKEN verwendet, sollte die Wahl immer zu einer Mechanik mit einem gekapselten Gehäuse gehen. Verwendet Ihr einfache Mechaniken, so achtet darauf, die Umwicklungsanzahl an der Achse so gering wie möglich zu halten.

Eine Modifikation in Sachen Mechanik, welche hinterher stattfinden soll, hinterlässt bei der Montage meist Restlöcher. Fast alle unterschiedlichen Mechaniken haben keine identischen Befestigungslöcher.
Deshalb solltet Ihr beim Kauf immer auf eine genaue Vorstellung Eurer Bedürfnisse achten.

Das war’s für diese Ausgabe, bis zum nächsten Mal!

THOMAS


Part 1 Knock on ... Part 2 Harte Ware ...

 

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